Mitteilung des Bistums Fulda
Informationen aus erster Hand über die aktuelle Lage in der Ukraine überbrachte der ukrainisch griechisch-katholische Bischof von Buchach in der Westukraine, Demetrius Bohdan Hryhorak OSBM, während seines Besuches bei Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez in Fulda.
Das Bistum Fulda und seine Partner unterstützen die Menschen in der Ukraine schon lange im Gebet ebenso wie mit zahlreichen konkreten Hilfen.
Mehr als vier Jahre dauert der vollflächige Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine bereits. Die aktuelle Situation, in der sich die Menschen in dem vom Krieg heimgesuchten Land aktuell befinden, schilderte der ukrainisch griechisch-katholische Bischof von Buchach, Demetrius Bohdan Hryhorak OSBM, nun während eines Besuches bei Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez in Fulda.
Die Ukrainerinnen und Ukrainer müssten gerade den heftigsten Winter seit Langem mit Temperaturen bis zu minus 30 Grad überstehen, berichtet Bischof Bohdan Hryhorak.
Gespendete Stromaggregate auch aus dem Bistum Fulda hätten geholfen, die Situation wenigstens etwas abzumildern. Dafür gelte herzlicher Dank, ebenso für die Verbundenheit im Gebet.
Fünf Millionen Binnenflüchtlinge
„Jeder hier im Land ist von den Folgen des Krieges belastet, sehr viele traumatisiert“, berichtete Hryhorak. Sei es durch den Verlust eines Angehörigen oder durch Flucht. Etwa fünf Millionen Menschen seien vor den Angriffen in die westliche Ukraine geflüchtet.
90 Prozent der russischen Attacken gälten der zivilen Infrastruktur, so der Bischof. Nie habe man geglaubt, dass ein solch großer Krieg möglich sei, der bereits 2014 mit der Annexion der Krim durch Russland begonnen habe.
Anforderungen an Seelsorge
Gestiegen sind auch die Anforderungen an Seelsorge, um den Sorgen und Nöten der Menschen durch den Glauben zu begegnen.
Weihbischof Diez und sein ukrainischer Gast sprachen daher auch über die gemeinsamen Bemühungen von orthodoxen, ukrainisch griechisch-katholischen und römisch-katholischen Geistlichen.
Der Fuldaer Weihbischof Diez, zugleich Bischofsvikar für die Weltkirche, versicherte Bischof Demetrius weiter Hilfestellung und Solidarität. Schon vor dem vollflächigen Angriff Russlands war beispielsweise aus Fördermitteln des Bistums ein Krankenwagen für Buchach finanziert und mit Hilfe vom Malteser-Hilfsdienst in die westliche Ukraine überführt worden.
Während der vergangenen vier Kriegsjahre gingen zahlreiche Geld- und Sachspenden aus dem Bistum Fulda in die Ukraine, gemeinsam organisiert und getragen mit den Maltesern und der Caritas als Partner.
Partner unterstützen
Das Bistum Fulda engagiert sich in enger Abstimmung mit dem Osteuropa-Hilfswerk Renovabis und über die ukrainischen Gemeinden.
„Allein 2025 konnte das Bistum Fulda mit über 100.000 Euro Projekte über Renovabis fördern“, so Steffen Jahn, Leiter des Dezernates Weltkirche beim Bischöflichen Generalvikariat Fulda.
Darüber hinaus engagiert sich der Caritasverband für die Diözese Fulda gemeinsam mit der Partner-Caritas im westukrainischen Iwano-Frankiwsk und Caritas International sowie die Malteser über ihren Auslandsdienst und den Malteser Hilfsdienst in Kassel. Auch das Kolpingwerk spielt bei der Unterstützung der Ukraine eine wichtige Rolle.
Aktueller Transport der Malteser
Vor wenigen Tagen machte sich ein weiterer Transport der Malteser von Petersberg auf den Weg in die Westukraine.
Neben wichtigen Sachspenden wie Kleidung und medizinischen Hilfsmitteln war etwas Besonderes dabei: Kirchenbänke, die Menschen in der Ukraine auch zur mentalen und religiösen Hilfe dienen sollen.
Sie waren gespendet worden von der Katholischen Pfarrgemeinde St. Franziskus in Bebra. Den Transport finanzierte die Firma Uth GmbH aus Fulda. Die von den Maltesern organisierte Beladung unterstützte zudem zahlreiche ehrenamtliche Helfer.
Spenden möglich
Auch Geldspenden helfen weiter: Zweckgebundene Spenden sind möglich unter dem Stichwort „Ukraine-Krieg Nothilfe“ auf das Spendenkonto des Caritasverbandes für die Diözese Fulda bei der Sparkasse Fulda, IBAN DE64 5305 0180 0000 0002 20.
Auch Online-Spenden sind möglich: Auf www.caritas-fulda.de besteht dazu ein Direktlink. Das Spendenziel lautet ebenfalls „Ukraine-Krieg Nothilfe“.



